03 2010
Bull Riding bietet Freizeitspaß für Groß und Klein
Beim Bull Riding muss sich eine Person über eine möglichst lange Zeit auf einem mechanischen Gerät halten. Bei zunehmend heftigeren Bewegungen wird es immer schwerer, sich auf dem Gerät zu halten.
Das Bull Riding in seiner Funktion als Unterhaltungsmittel ist dem Bullenreiten der amerikanischen Cowboys nachempfunden, die versuchen, einen wilden Bullen zu zähmen. Dabei setzen sie sich auf den Bullen und versuchen ihn, durch ihre Bewegungen unter Kontrolle zu bringen. Aus Sicherheitsgründen wird beim Unterhaltungsmittel Bull Riding auf den Einsatz lebendiger Bullen verzichtet. Eine mechanische Nachbildung, die dem Torso des Bullen ähnelt, befindet sich auf einem Antriebsgelenk, welches nach völlig unvorhersehbaren Bewegungsabläufen ständig die Richtung und die Bewegungsform ändert. Der ganze Aufbau ist von einem Luftkissen umrandet, welches zur Sicherheit des Reiters angebracht ist, und herabfallende Personen vor einem harten Aufschlag schützen soll. Das Antriebsgelenk ist stufenweise regelbar. Somit ist es möglich, den Reiter erst auf einer leichten Stufe beginnen zu lassen und dann stetig die Bewegungsintensivität zu erhöhen.
Der komplette Aufbau eines solchen Bullriding-Systems ist zur kurzweiligen Unterhaltung von Groß und Klein gedacht. Diese Systeme werden in Freizeitparks oder Jahrmärkten aufgebaut. Für spezielle Veranstaltungen sind solche Systeme sogar buchbar. So können Schützenfeste oder Weihnachtsfeiern mit einem Rodeo Wettbewerb aufgewertet werden. Dabei macht man sich den Ehrgeiz der Besucher zunutze und lässt sie gegeneinander in einem Wettbewerb antreten. Dabei gilt, wer sich am längsten auf dem Bullen halten kann, gewinnt diesen Wettbewerb. Ein besonderer Spaß kann dadurch entstehen, wenn das System nicht den typischen Nachbau eines Rodeo Bullen besitzt, sondern in Form einer Flasche oder eines Bettes gebaut wird.
Wie auch bei anderen Wettbewerben bestehen auch beim Bull Riding bestimmte Regeln. Der Reiter darf sich nur mit einer Hand an einem Knauf festhalten. Der Rest der Stabilität ist durch den Anpressdruck der Beine an den Bullentorso zu erreichen. Es gibt traditionellerweise auch bewertete Wettkämpfe im Bullenreiten, die sogar einen Meister ermitteln. Allerdings ist bei dieser Form des Bullenreitens, nicht mehr von einer Unterhaltungsform zu sprechen, sondern eher schon von einer Sportart.