04 2011

DJ Equipment - eine Generationenfrage: die drei Ansätze

Die Schallplatte verliert im Setup eines DJs praktisch täglich an Bedeutung. Während einige zwar noch verzweifelt an dem Rund festhalten, werden an anderer Stelle schon mit mp3s und externen Effektgeräten aufgelegt.

Die sogenannten Laptop-DJs sind auf dem Vormarsch und scheinen die klassischen Plattendreher der vergangenen Generationen langsam aber sicher zu verdrängen. Während die etwas ältere Generation noch an ihren Plattentellern und Nadeln festzuhalten scheint, wächst die junge DJ-Generation in einem Zeitalter auf, in dem das meiste am Rechner passiert. Laptop, die richtige Software, einen oder mehrere Midi-Controller, ein externes Audiointerface und schon ist das moderne DJ-Setup perfekt.

Wer sich am klassischen Setup erfreut, der wird nicht drum herum kommen, sich zwei kräftig angetriebene Plattenteller zu kaufen. In der Regel kommen jene mit verschiedenen Abspielgeschwindigkeiten bezüglich der Umdrehungen pro Minute. Dazu wird ein externer Mixer verwendet, der die zwei bis vier Decks zusammenführt und kontrolliert. Der Mixer ist das Herzstück jedes DJ-Setups. Hier werden alle Tracks zusammengemixt, Höhen weggenommen, Mitten hinzugefügt, Tiefen teilweise ausgesetzt bis ein nächster Drop sämtliche Songelemente zurückholt.

Eine weitere Möglichkeit ist das Auflegen mit CD-Playern. In den letzten 10 Jahren hat sich diese Variante enormer Beliebtheit rund um den Globus erfreut, doch hat die vermeintlich vinylähnliche Haptik auch ihre Nachteile, schließlich zerkratzen CDs leicht und können schnell zu unangenehmen Aussetzern auf dem Dancefloor führen - ein Albtraum für jeden Discjockey. Auch bei diesem Setup wird ein externer Mixer verwendet.

Die neueste Variante, die sich weltweit mit Abstand am schnellsten verbreitet, ist das Auflegen mit Laptop und Software. Hier stehen sich etwa zwei bis drei verschiedene Entwickler von DJ-Software entgegen, mit ähnlichen Ansätzen und doch sehr verschiedenen Umsetzungen. Während der eine Entwickler auf die Einbeziehung eines Schallplattenspielers setzt, konzentriert sich der andere Anbieter ausschließlich auf die Kontrolle der Software über externe Controller, die mittels MIDI-Daten Befehle an die Software senden. Hier sind dem DJ kaum Grenzen gesetzt, da er beliebig viele Controller in das Setup einbeziehen kann. Einige steuern die virtuellen Decks, andere dienen einzig und allein der Effektsteuerung. Allen Setups gleich ist die Verwendung von DJ-Kopfhöreren. Sie sollen möglichst viele Außengeräusche ausblenden und dem DJ somit ermöglichen von seinem DJ Equipment optimal vorhören zu können, was als nächstes ins Set gemixt wird.